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Perimenopause: das Ende der fruchtbaren Phase

Neigt sich Ihre Fruchtbarkeit dem Ende zu, beginnt für Sie eine Zeit voller Umstellungen und neuer Herausforderungen. Das Klimakterium, umgangssprachlich besser bekannt als die Wechseljahre, kündigt sich an. Dieser Zeitabschnitt ist unterteilt in drei Phasen:

  • Mit dem Begriff Perimenopause bezeichnen Medizinerinnen und Mediziner den Zeitraum kurz vor der letzten Regelblutung. Ein Hinweis zur Definition: Die Vorsilbe „peri“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „um“, „im Bereich von“.
  • Als Menopause wird der Zeitpunkt der letzten Menstruationsblutung bezeichnet, auf den mindestens zwölf Monate keine Blutung folgt.
  • Im Anschluss folgt die Postmenopause. Die Vorsilbe „post“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „nach“.

Die Übergänge zwischen den Phasen sind oft fließend.

In welchem Alter beginnt die Perimenopause?

Der Verlauf der Wechseljahre ist sehr individuell und oft nicht vorhersehbar. Daher ist es nicht immer einfach, exakt festzulegen, ab wann genau sich die Frau in der Perimenopause befindet. In welchem Alter diese Phase einsetzt, ist von Frau zu Frau verschieden. Viele bemerken ab Mitte vierzig erste Anzeichen. Manchmal sind aber auch schon jüngere Frauen betroffen. Im Durchschnitt beginnt die Perimenopause im Alter von 47,5 Jahren. Auch die Dauer ist individuell sehr unterschiedlich.

Welche Symptome können auftreten?

Während der Perimenopause stellt sich Ihr Hormonsystem um. Das bringt eine ganze Reihe von Veränderungen mit sich. Die Produktion der Hormone Östrogen und Progesteron (die beiden wichtigsten Sexualhormone der Frau) nimmt allmählich ab, und der Körper lässt in den Eierstöcken immer weniger Eizellen heranreifen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie auf natürlichem Weg schwanger werden können, nimmt ab.

Der Perimenopause ist ein natürlicher Prozess, den viele Frauen fast unbemerkt durchlaufen. Bei anderen wiederum kann sie mit unangenehmen Beschwerden einhergehen. Zu den genauen Symptomen gibt es unterschiedliche Erfahrungsberichte. Auftreten können zum Beispiel folgende:

  • Hitzewallungen
  • Stimmungsschwankungen bis hin zu einer leichten Depression und Angst
  • Schlafstörungen
  • ein Gefühl der Abgeschlagenheit und Erschöpfung
  • Gewichtszunahme
  • Gelenkschmerzen
  • Muskelschmerzen

Da die Beschwerden sehr individuell sein können, sind auch weitere Symptome möglich.

Mehr zum Thema Wechseljahre sowie Tipps, die Sie beherzigen können, um einige der Beschwerden zu lindern, finden Sie in unserem Blogbeitrag Wechseljahre? Keine Panik.

Wie verändert sich die Periode während der Perimenopause?

Da der Zyklus durch die Umstellung der Hormone aus dem gewohnten Takt gerät, können während der Perimenopause verschiedene Blutungsstörungen wie zum Beispiel Zwischenblutungen oder Dauerblutungen auftreten. Bei einigen Frauen setzen in dieser Zeit auch erstmals übermäßig starke Blutungen stein. Diese können langfristig zu einem Eisenmangel und zu Blutarmut (Anämie) führen und die Lebensqualität betroffener Frauen stark einschränken.

Machen Sie den Test

Falls Sie sich nicht sicher sind, ob Ihre Regelblutung normal oder bereits ungewöhnlich stark ist, gelangen Sie mithilfe unseres Selbst-Checks zu einer ersten Einschätzung.

Hier geht es zum Selbst-Check: Ist meine Periode noch normal?

Finden Sie die richtige Behandlung

In einigen Fällen raten Ärztinnen und Ärzte ihren Patientinnen, die in der Perimenopause unter einer starken Periode leiden, die Gebärmutter entfernen zu lassen. Doch ein solch folgenreicher und schwerer Eingriff ist nicht immer nötig: Es gibt Behandlungsmöglichkeiten, mit denen ein starker Blutverlust auf sanfte Weise verringert werden kann. Möglich ist eine Therapie mit Hormonen oder ohne. Ein Beispiel für eine Behandlung ohne Hormone ist das Verfahren NovaSure, bei dem die Gebärmutterschleimhaut in einem minimalinvasiven Eingriff verödet wird. Die Schleimhaut kann sich danach nicht mehr richtig aufbauen, wodurch die monatlichen Blutungen stark reduziert werden.

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