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Leistungstief durch Regelschmerzen

Menstruationsschmerzen sind nicht nur körperlich unangenehm bis quälend. Einer niederländischen Studie zufolge kann bei betroffenen Frauen sogar die Produktivität im Job unter den monatlichen Beschwerden leiden. Krankmeldungen aufgrund von Regelschmerzen sind allerdings eher selten.

Während der Periode weniger produktiv

Für die Studie wurden 32.748 niederländische Frauen im Alter zwischen 15 und 45 Jahren interviewt. Gegenstand der Untersuchung war neben dem Ausmaß der Regelschmerzen auch die Frage, ob beziehungsweise wie oft sich die Frauen aufgrund der Beschwerden krankgemeldet hatten.

Ergebnis: Menstruationsbeschwerden verursachen hohe Produktivitätsverluste im Berufsleben, in der Schule und im Studium. Dabei ist der sogenannte Präsentismus, also das Arbeiten trotz Beschwerden, ein stärkerer Faktor für Leistungseinbußen, als wenn Menstruierende sich aufgrund der Beschwerden krankmelden. Die jährlichen Leistungseinbußen aufgrund von Präsentismus waren sogar siebenmal höher als die aufgrund von Fehlzeiten.

Die Ergebnisse im Detail:

  • Fast die Hälfte der Befragten gab an, aufgrund von Menstruationsbeschwerden schon einmal eine Ärztin oder einen Arzt aufgesucht zu haben.

  • Rund 14 Prozent gaben an, dass es während ihrer Menstruation zu Fehlzeiten auf der Arbeit, in der Schule oder der Universität gekommen sei.

  • Davon sahen sich etwa 3,4 Prozent der Frauen jeden oder fast jeden Monat gezwungen, wegen starker Menstruationsschmerzen zu Hause zu bleiben.

  • Durchschnittlich kam es im Zusammenhang mit der Periode zu Fehlzeiten von 1,3 Tagen pro Jahr.

  • Mehr als 80 Prozent der Frauen gaben an, trotz Beschwerden zur Arbeit, Schule oder Universität zu gehen, dass sie aber an diesen Tagen deutlich weniger produktiv waren. Das war an durchschnittlich 23,2 Tagen der Fall.

  • Ein durchschnittlicher Produktivitätsverlust von 33 Prozent führte zu einem durchschnittlichen Produktivitätsverlust von rund neun Tagen pro Jahr aufgrund von Präsentismus.

  • Rund 68 Prozent der Frauen äußerten den Wunsch, die Arbeitszeiten und -aufgaben während ihrer Periode flexibler gestalten zu können.

Menstruationsschmerzen aushalten um jeden Preis?

Warum viele betroffene Frauen zu denken scheinen, sich während der Periode trotz Beschwerden zusammenreißen zu müssen, geht aus der Studie nicht eindeutig hervor. Denkbar wäre als Grund allerdings das Gefühl der Scham – denn noch immer ist es eher unüblich, dass Frauen offen über ihre Periode sprechen. Dazu passt, dass – neben der Beobachtung, dass sich viele Frauen trotz Beschwerden nicht krankmelden – laut Studie gerade einmal 20 Prozent der Frauen, die in den Krankenstand gingen, so offen waren, ihrem Arbeitsgeber den wahren Grund für ihr Fernbleiben mitzuteilen.

Menstruationsbeschwerden: Sie sind nicht allein!

Die Forschenden sehen die Ergebnisse der Studie als Zeichen, dass das Thema Periode im (Arbeits-)Alltag von Frauen immer noch ein Tabuthema ist. Dabei ist Offenheit wichtig, um bei Betroffenen und deren Umfeld (privat und beruflich) ein Bewusstsein dafür zu schaffen, wie einschränkend Menstruationsbeschwerden – etwa Schmerzen oder eine ungewöhnlich starke oder lange Monatsblutung – sein können. Je mehr Menschen respekt- und verständnisvoll über diese Problematik sprechen, desto mehr fühlt sich die einzelne Betroffene ernstgenommen.

Ist meine Periode normal?

Die Menstruation ist sehr individuell und wird von Frau zu Frau ganz unterschiedlich erlebt. Während einige praktisch beschwerdefrei durch die Regel gehen, leiden andere unter krampfartigen Schmerzen und Müdigkeit, verbunden mit einem starken Blutverlust. Falls Sie sich nicht sicher sind, ob Ihre Regelblutung normal oder bereits ungewöhnlich stark ist, gelangen Sie mithilfe unseres Selbst-Checks zu einer ersten Einschätzung. Wenn Sie verunsichert sind oder die Beschwerden besonders stark ausfallen, sollten Sie Ihre Frauenärztin oder Ihren Frauenarzt aufsuchen.

Hier geht zum Selbst-Check: Ist meine Periode noch normal?